n8n lässt sich auf einem eigenen Server betreiben. Das ist einer der Hauptgründe, warum viele Unternehmen und Einrichtungen es wählen: Die Daten bleiben unter Kontrolle, und es gibt keine Gebühr pro Ausführung. Selbst hosten heißt aber auch, Verantwortung für Betrieb und Sicherheit zu übernehmen. Was dazugehört, erklärt dieser Ratgeber.
Was Sie brauchen
- Einen Server, zum Beispiel einen Cloud-Server bei einem deutschen Anbieter oder eine virtuelle Maschine im eigenen Rechenzentrum.
- Docker als Umgebung, in der n8n läuft. Das macht Updates und Umzüge deutlich einfacher.
- Eine Datenbank, in der Regel PostgreSQL, für Abläufe, Zugangsdaten und Ausführungsprotokolle.
- Einen Webserver davor, der für die verschlüsselte Verbindung sorgt, etwa Caddy oder nginx.
- Eine eigene Adresse, zum Beispiel automation.ihre-firma.de.
Was es kostet
Die n8n Community Edition ist ohne Lizenzgebühren nutzbar, die Bedingungen der Lizenz sollten Sie für Ihren Einsatzzweck prüfen. Ein passender Cloud-Server kostet bei deutschen Anbietern oft nur wenige Euro im Monat. Der eigentliche Aufwand liegt in Einrichtung, Absicherung und laufender Betreuung. Dafür fallen keine Kosten pro Ausführung an, was sich bei vielen Abläufen schnell bemerkbar macht. Eine allgemeine Einordnung finden Sie im Ratgeber „Was kostet eine Automatisierung?“.
Datenschutz
Läuft n8n auf einem Server in Deutschland, verlassen Daten diesen Server nur dorthin, wohin Ihre Abläufe sie schicken, etwa an Ihr CRM oder einen KI-Dienst. Für den Server selbst schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter. Dokumentieren Sie, welche Abläufe welche Daten verarbeiten. Das braucht Ihr Datenschutz ohnehin.
Was im Alltag wichtig ist
- Sicherungen: Tägliche Sicherungen des Servers und der Datenbank, regelmäßig getestet.
- Updates mit Bedacht: n8n entwickelt sich schnell. Updates bringen gelegentlich Änderungen mit, die bestehende Abläufe betreffen. Vor jedem Update sichern und danach die wichtigsten Abläufe prüfen.
- Fehlerbenachrichtigung: Ein eigener Ablauf meldet, wenn ein anderer fehlschlägt. Sonst merkt es niemand.
- Zugänge absichern: Starke Passwörter, keine offenen Schnittstellen ohne Schutz, Server-Zugang nur per Schlüssel.
- Speicher im Blick: Ausführungsprotokolle wachsen. Alte Einträge sollten automatisch gelöscht werden.
Aus der Praxis
Ein typischer Stolperstein: Nach einem Update änderte sich die interne Netzwerkkonfiguration von Docker, und n8n erreichte die Datenbank nicht mehr. Solche Fälle sind schnell behoben, wenn man weiß, wo man suchen muss. Seitdem gehört eine Prüfung genau dieser Stelle zu jedem Update. Mehr Einblicke zeigt der Abschnitt „Aus der Werkstatt“ auf unserer KI-Seite.
Häufige Fragen
Wie groß muss der Server sein?
Für die meisten mittelständischen Anwendungen reicht ein kleiner Cloud-Server mit zwei Prozessorkernen und einigen Gigabyte Arbeitsspeicher. Bei vielen gleichzeitigen Abläufen oder großen Datenmengen wird entsprechend größer dimensioniert.
Können wir n8n später in die Cloud verschieben oder umgekehrt?
Ja. Abläufe lassen sich exportieren und auf einer anderen Installation importieren. Zugangsdaten müssen dabei neu hinterlegt werden.